Aktuelle Programmvorschau, Termine 2023

Termine Stand vom: 01. Februar 2023


Wir bitten um Verständnis, dass Aktualisierungen und Änderungen unseres Programmes coronabedingt jederzeit erfolgen können, die wir hier bekannt machen.


Freitag, 17. Februar 2023 - 20 Uhr

Gasthof Maisberger

Eine Veranstaltung des Heimat- und Geschichtsvereins Neufahrn e.V.

 

Karten nur an der Abendkasse

Einlass ab 18:30 Uhr

Eintritt: 10,00 €

 

Obacht Bairisch! – Hinterkünftiges und

freche Weiber-Musik

 

Zu einer heiteren Lesung mit Musik lädt der Heimat- und Geschichtsverein für den Faschingsfreitag, 17.2.2023, um 20 Uhr in die Gaststätte Maisberger ein. Der BR-Redakteur und Turmschreiber Gerald Huber unternimmt augenzwinkernd und humorvoll einen unterhaltsamen Streifzug durch die bairische Sprache:

 

Warum die Bayern recht haben, wenn sie „der Butter“ sagen, wieso eine Semmel nie ein Brötchen sein kann und warum Bairisch das eigentliche Hochdeutsch ist, belegt Huber mit zahlreichen Beispielen. Mit seiner „Bairischen Wortkunde“ zeigt Huber, dass Bairisch viel mehr als ein Dialekt ist. Er amüsiert, durchaus mit wissenschaftlichem Hintergrund, seit vielen Jahren auf Bayern 2 seine Zuhörer.

 

 

Begleitet wird Gerald Huber von der Neufahrner Henahof-Musi. Die vier Frauen beherrschen nicht nur ihre Instrumente virtuos. Mit frechen Liedern setzen sie ganz eigene Akzente und lösen Lachsalven aus.

 

 

"Karten nur an der Abendkasse. Einlass ab 18:30 Uhr."


Donnerstag, 30. März 2023 - 20 Uhr

Gaststätte Maisberger

 

Von Panduren, Kriegsgräuel und aufsässigen Dienstboten – das Salbuch des Fürholzener Pfarrers Pämer 1719 – 1752

Referentin: Lisa Kellerer M.A.

 

 

Johann Jakob Pämer war von 1719 bis 1752 Pfarrer in Fürholzen. In dieser Zeit erbaute er die Fürholzener Kirche. Bedeutsamer ist jedoch sein Salbuch, in dem er alle ihm wichtig erscheinenden Ereignisse in unserer Gegend aufgeschrieben hat. Er berichtet von Raubzügen der Panduren, die im Österreichischen Erbfolgekrieg auch in unserer Gegend eine Spur der Verwüstung hinterließen. Er schrieb mit genauem Datum auf, wann verheerende Unwetter die Ernte vernichteten. Er beschrieb das heimische Brauchtum im Jahreskreis und mokierte sich über faule und aufsässige Dienstboten. Entstanden ist damit nicht nur eine regionalgeschichtliche Chronologie, sondern auch ein sozialgeschichtliches Sittenbild in der Frühzeit der Aufklärung in Bayern. Als Quelle zur bayerischen Geschichte ist das Salbuch von Pfarrer Pämer von hohem Wert. Allerdings war es selbst für Historiker aufgrund der Handschrift und der Mischung aus Dialekt und Kirchenlatein kaum lesbar. Im Rahmen ihrer Master-Arbeit in Bayerischer Geschichte an der Universität München hat Lisa Kellerer das Salbuch transkribiert und damit der Forschung leichter zugänglich gemacht. Ihre wesentlichen Erkenntnisse stellt sie beim Heimat- und Geschichtsverein Neufahrn vor. 


Samstag, 6. Mai 2023, 14 Uhr

Kirchenfriedhof Sankt Wilgefortis

 

„Weiber sterb’n is koa Verderb’n, Ross verrecka tuat an Bauern derschrecka!“ – Geschichten um den Kirchenfriedhof Sankt Wilgefortis

 

 

Auf einigen Grabsteinen ist es noch ablesbar: Kinder kriegen war in Neufahrn im 19. Jahrhundert für die Frauen lebensgefährlich. Oft starben sie bei der Geburt und ebenso die Neugeborenen. Die Kindersterblichkeit war hoch, in manchen Familien erreichten von zehn Kindern nur zwei das Erwachsenenalter. Auf dem Friedhof sind aber mehrere Bürgermeister beerdigt, die in ihrer Zeit als starke Persönlichkeiten an der Spitze der Gemeinde standen, heute jedoch weitgehend vergessen sind. Bei den Sanierungsarbeiten für das Mesnerhaus wurden im vergangenen Jahr zahlreiche Grablegen aus früheren Jahrhunderten entdeckt. Geschichte und Geschichten um den alten Kirchenfriedhof an der Dietersheimer Straße erzählt der Heimatforscher Ernest Lang bei seiner Führung. Teilnehmerzahl auf 15 beschränkt. Anmeldung erforderlich unter 08165 – 3433!


Sonntag, 11. Juni 2023, 14 Uhr

Kirche St. Wilgefortis, Neufahrn, Dietersheimer Straße

 

Arme und Reiche pilgerten zu Sankt Wilgefortis – Kirchenführung

 

 

Der Freisinger Fürstbischof Veit Adam von Gepeckh ging während der 30-jährigen Kriegs dreimal auf Wallfahrt nach Neufahrn, die bairische Kurfürstin Maria Anna stiftete 1660 100 Dukaten für den neuen barocken Hochaltar. Im 17. und 18. Jahrhundert kamen in Friedenszeiten alljährlich bis zu 60 Pilgergruppen zur Heiligen Wilgefortis und baten um göttlichen Beistand. Ziel der Wallfahrer war eine romanische, bekleidete Christusfigur, die spätestens ab 1607 als Wilgefortis oder Kümmernis verehrt wurde und zu den ältesten bayerischen Kreuzesdarstellungen gehört. Neufahrn war Zentrum der Kümmernis-Kultes im süddeutschen Raum. Die Aufklärung und Säkularisation ließen die Wallfahrt vor 200 Jahren einschlafen. Heute gilt die bärtige Frau am Kreuz bei Vertretern der feministischen Theologie als Inkarnation der weiblichen Gottesdarstellung und in der Transgender-Bewegung ist Wilgefortis als „Conchita Wurst des Mittelalters“ wieder hochaktuell. Aufgrund der Wallfahrt ist die Kirche eine der prächtigsten im Landkreis Freising. Ernest Lang führt durch die Kirche und zeigt ihre Geschichte auf.


Demokratischer Neubeginn vor 75 Jahren

 

Die Gemeinderatswahl 1946 in der Gemeinde Neufahrn


50 Jahre Bürgerinitiative Neufahrn

 

Aus dem Freisinger Tagblatt vom 14./15. November 2020 (Seite 6 - Aus dem Süden)

Heimatverein-Vorsitzender Ernest Lang blickt zurück.