Aktuelle Berichte zum Mesnerhaus


Januar 2018

Das Mesnerhaus hat inzwischen wieder ein Dach, auch wenn es derzeit noch mit einer Plane verhüllt ist. Die Dacharbeiten sind abgeschlossen, im Februar soll es zwischen der Gemeinde, dem Architekten und den Vertretern der Denkmalschutzbehörden eine Besprechung über die Details der weiteren Sanierung geben.


Infomationen zu Messnerhaus aus der Jahreshauptversammlung vom 11. Mai 2017
durch den 1. Bgm. Franz Heilmeier

 

Ernest Lang verweist darauf, dass die Geduld des Vereins nun langsam strapaziert werde. Die „Christo-Verhüllung dauere seit dem Brand nun schon eineinhalb Jahre, ohne dass irgendeine Aktion sichtbar geworden wäre.

Bürgermeister Heilmeier räumt ein, dass auch er sich über die Verzögerungen ärgere, aber es werde nicht geschlampt. Es hätte aber einige Unstimmigkeiten in der Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Fiedler und Partner gegeben, die bei einem gemeinsamen Ortstermin mit dem Architekten, Vertretern des Denkmalschutzes und der Gemeinde  Anfang Mai ausgeräumt werden konnten.

Gründe für die Verzögerungen:

-       Mühsame Gespräche mit dem Architekten, der jetzt aber „anpackt“

-       Absprachen mit der Städtebauförderung. Wichtig, da 1/3 der Kosten gefördert werden und das ist kein unbeachtlicher Betrag!

-       Die Abstimmung der Förderstellen und des Amtes für Denkmalpflege waren nicht einfach

-       Einige Entscheidungen stehen noch aus.

Es soll einen Multifunktionsraum geben mit kleiner Küche im 1. Stock. Im EG dann Platz für die Heimatkunde und ein Teil des Archivs der Gemeinde sollte dort ausgelagert werden. Das Dachgeschoß biete Lagerraum.

Bauabschnitt in zwei Teilen: Dachstuhl bis Herbst 2017 erstellt werden und alles andere dann 2018.
Die Nutzungsregeln usw. müssen im Vorfeld geklärt werden und da werde der H+GV mit einbezogen.
Mesnerhaus sollte ein Haus für Heimat, Geschichte, Kunst und Kultur werden.

 

Ernest Lang dankt Bgm. Heilmeier für die gute Zusammenarbeit. Es gebe auch in anderen heimatgeschichtlichen Fragen eine enge Kooperation, die nach außen nicht immer sichtbar wird. Der Verein werde immer zeitnah über alles informiert.

 


Oktober 2016 - Aktuelles zum Mesnerhaus

 

Die Gemeinde hat einen in Fragen des Denkmalschutzes erfahrenen Architekten aus Freising mit der Planung für die Renovierung des Mesnerhauses beauftragt und einen Haushaltstitel eingestellt. Derzeit läuft die Abstimmung zwischen der Gemeinde und dem Landesamt für Denkmalpflege über den Umfang der Renovierung und die nach dem Brand vor einem Jahr erhaltenswerten bzw. wiederherzustellenden Gebäudeteile. Das Einvernehmen mit dem Landesamt ist deswegen wichtig, weil davon auch Renovierungszuschüsse von anderen öffentlichen Geldgebern abhängen. Die Gemeinde hat inzwischen den Antrag gestellt, das Mesnerhaus in das Städtebauförderprogramm aufzunehmen.

 

Im August hatte Bürgermeister Heilmeier alle interessierten Gruppierungen in der Gemeinde, also auch uns, zu einem Meinungsaustausch über die künftige Nutzung eingeladen. Der Bürgermeister verwies dabei darauf, dass eine Nutzung nur dann förderfähig sei, wenn es sich nicht um eine Pflichtaufgabe der Gemeinde handle, sondern um eine freiwillige Aufgabe. Da das Standesamt zu den Pflichtaufgaben zähle, würde es bei einer Verlagerung ins Mesnerhaus dafür keine Zuschüsse geben. Letztlich muss der Gemeinderat entscheiden, wie das Haus künftig genutzt wird.

 

Kaum umzusetzen ist nach Ansicht des Architekten die Hoffnung, die Bürgermeister Heilmeier bei unserer Jahreshauptversammlung geäußert hat, dass noch in diesem Jahr ein neues, festes Dach auch das Mesnerhaus kommt. Dafür gebe es noch nicht genug Entscheidungsgrundlagen über den Umfang der Renovierung. Auch wenn die Planen über dem Haus kein schöner Anblick sind: Besser eine gründliche Planung, als ein übereiltes Hausruck-Verfahren. Denn der Regenschutz ist durch die Planen nach Angaben aus dem Bauamt gewährleistet und die Mauern seien inzwischen gut ausgetrocknet.

 

Wichtig aus unserer Sicht: Die Gemeinde hat den Wert des Gebäudes für die Ortsgeschichte erkannt und den Erhalt und die Renovierung des Gebäudes in öffentlicher Trägerschaft als Aufgabe angenommen. Dafür danken wir vor allem den vielen Gemeinderäten aus den Reihen unserer Mitglieder. An einen Abriss denkt niemand mehr. Das für die Ortsgeschichte bedeutsame historische Gebäude soll in absehbarer Zeit wieder mit Leben erfüllt werden. Bis dahin sind sicher noch einige Hürden zu überwinden, aber wir sind auf einem zwar langsamen, aber guten Weg!

 


Auch wenn sich rein optisch nichts bewegt: Beim Mesnerhaus wurden die ersten Schritte zur Sanierung getan. Nachdem der Brand im September den historischen Dachstuhl komplett zerstört hat und das Löschwasser die Holzböden und die Wände zum Teil durchnässt hat, ist das Gebäude dank des Gerüstes und Planendachs über den Winter gut getrocknet. Im Haushalt der Gemeinde sind für dieses Jahr 100.000 Euro für die Planung und die ersten Sanierungsschritte eingestellt. Zwei Architekten mit Erfahrung bei denkmalgeschützten Gebäuden haben bei der Gemeinde ihr Interesse an einer Grundlagenplanung bekundet.

Freilich ist durch das Feuer der Zeitplan für die Sanierung wie die angedachte Finanzierung durcheinander gebracht worden. Auch mit dem Landesamt für Denkmalpflege sind nun neue Verhandlungen notwendig, wieviel von der denkmalgeschützten Substanz des Hauses sinnvoller Weise noch erhalten werden kann und soll. Im Bauamt der Gemeinde geht man aber davon aus, dass man noch in diesem Jahr mit den ersten Sanierungsschritten beginnen kann. Bei der Finanzierung des Vorhabens setzt Bürgermeister Heilmeier auf Geld aus der Städtebauförderung.


Neues zum Mesnerhaus

 

Wiederholt wurde die Frage an mich herangetragen, wie es nach dem Brand des Dachstuhls nun mit dem Mesnerhaus weiter geht. Ich stehe hier in gutem Kontakt mit Bürgermeister Heilmeier. Freilich ist es noch zu früh, detaillierte Aussagen zu machen.

 

Derzeit ermittelt die Kriminalpolizei immer noch die Brandursache, bis zum Tag die­ses Rundschreibens ist die Polizei noch zu keinem abschließenden Ergebnis ge­kommen was den Brand ausgelöst hat. In diesen Tagen stellt die Gemeinde ein pro­visorisches Dach auf, damit das Haus durch Regen, Schnee und Frost nicht noch weiter beschädigt wird.

 

Der Brand des Daches ist vor allem deswegen schmerzlich, weil nun ein Zeitdruck für die Sanierung entstanden ist. Das vormals dichte Dach hatte uns den Atem gelas­sen, in Ruhe verschiedene Nutzungs-, Sanierungs- und Finanzierungs-varianten zu überprüfen. Zwei Tage vor dem Feuer hatte der Gemeinderat beschlossen zu bean­tragen, den alten Ortskern Neufahrns mit dem Mesnerhaus in das Städtebauförder­programm des Freistaats aufnehmen zu lassen. Damit wäre eine entsprechende fachliche Begleitung und ein Zuschuss seitens Bayerns verbunden. Über diesen An­trag ist naturgemäß seitens der Staatsregierung noch nicht entschieden. Nun muss alles sehr viel schneller gehen.


Ernest Lang

1. Vorsitzender


Pressemitteilung

30.09.2015

 

Brand des Mesnerhauses

 

Der Heimat- und Geschichtsverein Neufahrn ist erschüttert über den Brand des historischen Mesnerhauses in der vergangenen Nacht. Nach ersten Erkenntnissen wurde durch das Feuer der Dachstuhl völlig zerstört.

 

Der Heimatverein steht seit geraumer Zeit in guten Gesprächen mit dem Bürgermeister, Gemeinderäten und der Verwaltung über die Zukunft des denkmalgeschützten Hauses. Welche Konsequenzen aus dem Brand zu ziehen sind, werden die nächsten Wochen zeigen.

 

Es ist die Aufgabe der Polizei zu ermitteln, warum in dem seit Jahren unbewohnten Gebäude plötzlich ein Feuer ausbrechen konnte. Den Feuerwehren von Neufahrn und Eching ist dafür zu danken, dass kein noch größerer Schaden entstanden ist.

 

Das Mesnerhaus stammt im Kern aus dem 17. Jahrhundert. Es ist das einzige profane Gebäude in Neufahrn, das unter Denkmalschutz steht. Bis zur Säkularisation 1803 war es als Friedhofskapelle dem Heiligen Leonhard geweiht. Danach wurde zum Schulhaus umfunktioniert. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es als Schulhaus zu seiner heutigen Größe erweitert. Befunduntersuchungen durch das Landesamt für Denkmalpflege und Ortstermine mit Fachleuten hatten in den vergangenen zwei Jahren ergeben, dass das Haus von der baulichen Substanz her und in seiner Bedeutung für die Ortsgeschichte sanierungswürdig ist. Im Gemeinderatswahlkampf 2014 hatten sich alle Bürgermeisterkandidaten für einen Erhalt und eine Sanierung des Hauses ausgesprochen. Zuvor hatte es Überlegungen für einen Verkauf gegeben.


Ernest Lang

1. Vorsitzender