RÜCKBLICK AKTIVITÄTEN 2022

 

Die Jahreshauptversammlung 2022 mit Neuwahlen

sowie 10 Jahre Heimat- und Geschichtsverein

ist für: Dienstag, den 05. Juli 2022 geplant. 


VORTRAG am Dienstag, 17. Mai 2022

20 Uhr im Hotel-Gasthof Maisberger, Neufahrn Bahnhofstr. 54

Vortrag von Karlheinz Zenker: Elendsmärsche in den allerletzten Kriegstagen durch den Landkreis Freising.

 

Auch durch unsere Gemeinde wurden tausende KZ-Häftlinge zu Fuß aus Straubing kommend in Richtung Dachau getrieben, nicht wenige wurden von fanatischen SS-Wächtern erschossen und am Straßenrand liegen gelassen, wenn sie ermattet nicht weiterkonnten. Der letzte Häftlingskonvoi traf am 29. April 1945, von Massenhausen kommend in Neufahrn ein, wenige Stunden bevor die Amerikaner den Ort besetzten. Diesen letzten Transport hat der frühere Neufahrner Kirchenpfleger und Heimatchronist Josef Pleßl, der als Volkssturmmann den Zug nach Goldach führen musste, ausführlich beschrieben. Karlheinz Zenker, pensionierter Bundeswehr-Oberstleutnant, ist Vorsitzender des Heimat- und Traditionsvereins Hallbergmoos. Er hat über Jahre hinweg die Geschichte der Elendsmärsche erforscht und in einem erschütternden Buch zusammengefasst.  


Zeitzeugengespräch am Dienstag, den 26. April 2022

20 Uhr im Hotel-Gasthof Maisberger, Neufahrn Bahnhofstr. 54

Eintritt frei! - Es gelten die aktuellen Corona-Regeln! - 

 

Die Weltkarriere eines Neufahrners

 

Zeitzeugengespräch mit Prof. Dr. Rudolf Staudigl

langjähriger Vorstandsvorsitzender der Wacker Chemie AG

 

Er zählt zur Elite der deutschen Topmanager: Professor Dr. Rudolf Staudigl, von 2008 bis 2021 Vorstandsvorsitzender der Wacker Chemie, jetzt immer noch Mitglied in Aufsichtsräten großer Firmen. Er kommt am Dienstag, 26. April, um 20 Uhr zum Zeitzeugengespräch des Heimatvereins nach Neufahrn. Staudigl schaut über den Tellerrand hinaus: Unternehmensverantwor­tung, Energiewende, Standort­politik, globaler Handel und weltweite Produktion, die Abhängigkeit Deutschlands vom russischen Gas und Erdöl, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie - das sind Themen, mit denen Staudigl als Verantwortungsträger konfrontiert ist.

 

Rudolf Staudigl, Jahrgang 1954, „der Rudi“, ist in Neufahrn aufgewachsen, er war Ministrant und aktives Mitglied der Neufahrner Feuerwehr. Er lebte bis 1981 mit seiner Familie hier. Von 2008 bis Mitte vorigen Jahres stand er an der Spitze des Welt-Unternehmens Wacker Chemie. Wacker ist ein Global Player mit mehr als 14.000 Mitarbeitern in Produktionsstätten in China, Indien, Südkorea, Nor­wegen, Tschechien, Brasilien, den USA und Deutsch­land. Der Jahres-Umsatz liegt bei rund sechs Milliarden Euro.

 

Staudigl hat am Freisinger Hofmiller-Gymnasium sein Abitur abgelegt, studierte dann in München und promovierte in Chemie. Anschließend Forschungstätigkeit an der Harvard-University in Cambridge (USA), jahrelang Füh­rungskraft der Wacker-Niederlassung in Portland (USA). Seit 1995 im Vorstand und ab 2008 Vorstandsvorsitzender der Wacker Chemie AG. Er ist Honorarprofessor an der TU München, war Mitglied des Zukunftsrates der Bayeri­schen Staatsregierung bei Minis­terpräsident Seehofer und Präsidiumsmitglied des Verbandes der Chemischen Industrie Deutschlands. 2019 wurde er mit dem selten vergebenen Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

 

 

Der Topmanager hat darüber seine Wurzeln nicht vergessen. Sein früh verstorbener Vater war Ar­beiter, seine Mutter lebt nach wie vor im Einfamilienhaus in Neufahrn, das sich die Eheleute Staudigl in den 1950er Jahren mit eigenen Händen erbaut haben. „Der Rudi“ stellt sich den Fragen von Ernest Lang, Chefreporter i. R. des Bayerischen Rundfunks. Der Gesprächsabend mit Rudolf Staudigl war bereits im Jahr 2020 geplant, musste damals aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.